La Brea Tar Pits

Inmitten der US-amerikanischen Großstadt Los Angeles, im Hancock Park, befindet sich eine Ansammlung von mit natürlich Asphalt gefüllter Gruben, welche La Brea Tar Bits genannt werden. Diese Gruben unterschiedlichster Größe werden auch Rancho La Brea Tar Pits genannt. Als einer der an Fossilien reichsten Fundstelle sind die asphaltreichen Sedimente bekannt. Sie stammen aus dem Pleistozän oder dem Eiszeitalter. Eine Konzentratlagerstätte ist dieser Ort, welche ein vollständig konserviertes Ökosystem aus der Zeit von 40.0000 bis 10.000 Jahren ist. Mit über 60 Arten sind die Säugetiere vertreten, unter anderem von fast vier Meter hohen Kaisermammuts bis hin zur kalifornischen Taschenmaus.

Auch Fische, Reptilien, Weichtiere und Gliedertiere, sowie zahlreiche Pflanzen und deren Pollen befinden sich hier. Aus großen unterirdischen Vorkommen im Becken von Los Angeles stammt der natürliche Asphalt, welcher auch Erdpech oder Bergteer genannt wird. In diesem Gebiet wurde er von den ersten europäischen Siedlern verwendet. Die Knochen der gefundenen Fossilien wurden fälschlicherweise für die von Rindern gehalten. Bis zu 1,8 Meter lange Säbelzahnkatzen, oden bewohnende Riesenfaultiere und Mammuts sind die spektakulärsten Funde. 100 Tonnen Fossilien, 1,5 Millionen Knochen und 2,5 Millionen Überreste sind bisher aus den Teergruben geborgen worden. Eine derzeit aktive Ausgrabungsstätte ist die Grube 91 auf dem Gelände, sie ist eine von vielen Asphaltgruben. Das George C. Page Museum, welches das La Brea Tar Pits beherbergt, ist für Touristen einfach zugänglich. Das Goldfischglas ist eine besondere Attraktion und im paläontologischen Labor des Museums können Museumsbesucher die Wissenschaftler und Volontäre bei der Arbeit beobachten. Besonders für Schulklassen ist das Museum ein beliebtes Ausflugsziel. Von einer Aussichtsplattform haben die Museums- und Parkbesucher die Gelegenheit die Ausgrabungen zu verfolgen.